Eine solarthermische Heizanlage deckt seither rund 80 Prozent des Jahreswärmebedarfs für Heizung und Warmwasser. Zusätzlich wurde eine Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 5 kWp installiert.

Solarstrom-Eigenverbrauch und -Netzeinspeisung

Die Bewohner des solarisierten Altbaus nutzen den selbst erzeugten Solarstrom zur Eigenversorgung im Haushalt und speisen den Rest ins öffentliche Stromnetz ein.

„Die Wunschliste für unser Wohnhaus war lang. Unser primäres Anliegen: wir wollen zukünftig unabhängig von Energielieferanten und damit auch von Rohstoffpreisen sein. Darüber hinaus wünschen wir uns ein durch und durch warmes Haus, das tatsächlich CO2-neutral und somit ökologisch ist, und das Ganze mit einer einfachen und wartungsarmen Technik“, sagt Bauherr Dr. Thomas Birner. „Daher kam für uns ausschließlich ein Sonnenhaus in Betracht.“

 

Besonders großer Schichtspeicher sammelt Solarwärme

Nach erfolgreicher Sanierung ergänzt nun ein Anbau das ursprüngliche Wohnhaus und verdoppelt dessen Wohnfläche auf rund 195 Quadratmeter. Auf dem 50 Grad geneigten Dach sammelt eine 52 Quadratmeter große Kollektorfläche die Sonnenwärme. Ein 4.000-Liter-Schichtspeicher hält diese Wärme über Wochen vor. In der sonnenärmeren Jahreszeit unterstützt die Sonnenheizung ein 40 kW Holzvergaserkessel im Keller.

 

Haushaltsgeräte werden je nach Stromaufkommen programmiert

Das Verhalten der Hausbewohner wie auch die Auswahl der Haushaltsgeräte sind diesem Modell aus Photovoltaik und Solarthermie angepasst: Waschmaschine und Spülmaschine nutzen nicht nur das warme Wasser aus dem Pufferspeicher, sondern werden auch dem Stromaufkommen entsprechend programmiert.

Insgesamt ist der Primärenergiebedarf des Gebäudes mit 12,6 kWh/m²a sehr gering. Er liegt etwa 75 Prozent unter einem Einfamilienhaus nach EnEV 2009 Standard.

 

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Quelle: Sonnenhaus Institut e.V. | solarserver.de © Heindl Server GmbH v. 13.04.2014 | 

Foto: © Petra Bork  / pixelio.de